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Das erste Mal, dass ich tatsächlich „Nein“ gesagt habe (und warum ich danach viel zu oft „Ja“ sage)


Es kommt der Zeitpunkt im Leben, an dem man zum ersten Mal wirklich „Nein“ sagt. Nicht aus Sturheit, sondern weil man spürt: Das ist nichts für mich.


Bei mir war es mit 18. Mein Vater bat mich, meine Mutter von einer Unternehmensinvestition zu überzeugen. Bis dahin hatte ich immer als Vermittlerin zwischen den beiden fungiert – wie Töchter das eben tun. Doch an diesem Tag dachte ich: Nein, das ist nicht meine Rolle. Und das sagte ich. Ruhig, höflich, aber deutlich.


Mein Vater sah mich an, nickte und sagte: „Okay.“ Kein Drama. Kein Streit. Nur Respekt. Und ehrlich? Das tat gut.


Erst später wurde mir klar, wie wichtig dieser Moment tatsächlich war. Es war meine erste echte Lektion als Unternehmer: Grenzen setzen, ehrlich sein und Verantwortung für das übernehmen, was mir gehört – nicht für jemand anderen. Und das wende ich bis heute bei allem an, was ich tue. Ob Zusammenarbeit, Unternehmertum oder Gastfreundschaft – ich glaube, Klarheit und Verlässlichkeit sind die Grundlage für alles.


Bei Boutique Stay möchte ich, dass alles perfekt ist: dass sich die Gäste willkommen fühlen, dass für alles gesorgt ist und dass alles reibungslos läuft, ohne dass ich überall gleichzeitig sein muss. Ich verwalte, was mir gehört, vertraue anderen und sorge dafür, dass alles reibungslos läuft.


Aber seien wir ehrlich: „Nein“ zu sagen, gehört für mich immer noch nicht zum Standardverhalten. Ich bin auch jemand, der viel zu oft „Ja“ sagt. Nicht, weil ich Angst habe, abzulehnen, sondern weil mir vieles einfach Spaß macht.


Wenn mich also jemand fragt: „Möchten Sie von dieser Klippe zehn Meter über dem Meer springen?“, höre ich mich begeistert antworten: „Ja, das würde ich!“ Und ehe ich mich versehe, bin ich am Rande des Abgrunds – das Herz schlägt mir bis zum Hals – aber ich werde springen. Denn ja heißt ja.


Das ist die andere Seite der Medaille. Ich bin absolut zuverlässig, auch wenn ich selbst mal nass werde. 😄


Und vielleicht ist es genau das, was mich auszeichnet: Ich sage Nein, wenn es wirklich nicht passt, aber ich sage Ja zum Leben selbst – aus Überzeugung.

Ik zeg vaak te snel ja — en soms beland ik dan letterlijk tot m’n nek in de ballenbak 😉
Ik zeg vaak te snel ja — en soms beland ik dan letterlijk tot m’n nek in de ballenbak 😉

okt 19

2 Min. Lesezeit

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