Radtour durch Schulpvaart – mit Führung entlang alter Wasserwege | Sonntag, 14. Juni 2026
- myrthe541
- 25. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Wer Castricum heute kennt, sieht vor allem Dünen, Dörfer und Straßen. Doch wer entlang des Schulpvaart-Kanals radelt, entdeckt, dass das Wasser einst alles hier prägte. Am Sonntag, den 14. Juni 2026, organisiert die Stiftung Oer-IJ eine Radtour auf den alten Wasserwegen des Oer-IJ in Richtung Nordsee. Diese Wasserwege formten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Ursprünge Castricums.
Auf dieser Tour radeln Sie an Orten vorbei, an denen Siedlungen entstanden und Mühlen, Feuer und Schiffe genutzt wurden. Die Guides erklären Ihnen unterwegs, wie das Wasser hier Freund und Feind zugleich war – und warum viele Spuren in der Landschaft noch heute auf diese Vergangenheit zurückgehen.
Die Route führt unter anderem am Molendijk, der Nesse mit dem Brakersdijk und den Kalköfen in Bakkum vorbei. Nicht als voneinander getrennte Geschichten, sondern als eine einzige, zusammenhängende Landschaft, die sich langsam formte.
Praktische Informationen
Datum: Sonntag, 14. Juni 2026
Beginn: 13:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ausgangspunkt: Duin & Bosch Estate – The Old Kitchen, Oude Parklaan 117, Castricum
Kosten: 5 € pro Person
Anmeldung und aktuelle Informationen finden Sie auf der Website der Oer-IJ Stiftung: https://www.oerij.eu/bewoners-en-bezoekers/ontdek-het-gebied/op-pad-met-een-gids/fietsexcursie-schulpvaart/
Fünf Fakten über die Schulpvaart und ihre Umgebung
Hier floss einst das Wasser in Richtung Meer.
Die Wasserwege entlang dieser Route waren Teil des Oer-IJ-Systems, das Castricum mit der Nordsee verband. Was heute friedlich erscheint, war einst ein dynamisches Netzwerk fließender Gewässer.
Der Molendijk war mehr als nur ein Deich
Entlang dieses Deichs befand sich eine Getreidemühle, die für die lokale Wirtschaft von entscheidender Bedeutung war. Wassermanagement und Nahrungsmittelversorgung waren hier eng miteinander verknüpft.
Die Nesse war ein strategischer Ort
Dieses höher gelegene Gebiet bot Schutz vor dem Wasser und Platz zum Wohnen. Es ist daher kein Zufall, dass sich Menschen hier schon früh ansiedelten.
Kalköfen veränderten die Landschaft dauerhaft
In Bakkum wurde Muschelkalk für Bauzwecke gebrannt. Die Industrie hinterließ sichtbare und unsichtbare Spuren in der Landschaft, die noch heute erkennbar sind.
Sie radeln durch eine Landschaft, die nie „fertiggestellt“ wurde.
Wasser, Menschen und Wirtschaft beeinflussten sich hier über Jahrhunderte hinweg gegenseitig. Diese Radtour zeigt, wie dieser Prozess noch heute Schicht für Schicht sichtbar ist.
Diese Veranstaltung ist Teil des Veranstaltungskalenders von Uitgeest. Den vollständigen Veranstaltungskalender finden Sie unter https://www.boutiquestay.nl/uitagenda
